Energie sparen und erzeugen

Energie sparen und erzeugen in Ebhausen

Hier finden Sie Information zum Thema Energie: Beratung, Einsparung, Fördermöglichkeiten bei Alt- und Neubau, Energieerzeugung – Privat, in der Kommune und im Umkreis. Unter einem Schlagwort können Sie Internet-Links benutzen, die zu weiteren Informationen führen. Viel Spass beim Stöbern!

Blick auf Ebhausen
Blick auf Ebhausen

Und das kann uns motivieren:

Strom- und Heizkosten sind in den letzten Jahren ständig gestiegen. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Sie selbst können Ihren Geldbeutel entlasten durch Maßnahmen im täglichen Verhalten, beim Bau und der Renovierung von Wohnraum und mit eigener Energieerzeugung. Noch wichtiger: Wir wollen unseren Kindern eine Welt hinterlassen, in der nicht alle Ressourcen verbraucht sind. Wir müssen Klimaveränderungen durch hohen CO2-Ausstoss verhindern. Der Verbrauch von Rohöl und –gas bedeutet, dass wertvolle Bodenschätze endgültig verschwinden und dass alljährlich Milliarden Euro aus Deutschland für den Import bezahlt werden müssen. Die Erzeugung von Energie durch Atomkraftwerke hinterlässt Abfälle, die noch für unsere Kindeskinder gefährlich werden können. 

Durch neue, intelligente Technologien zur Energieerzeugung und – nutzung ist es möglich im Wohlstand zu leben, ohne irreparable Schäden für unsere Nachkommen zu verursachen. Neue Technologien schaffen Arbeitsplätze und machen den Wirtschaftstandort Deutschland und unser Musterländle zum Technologiezentrum für viele Jahre.

Machen Sie sich auf diesen Seiten kundig, wie Sie Energie intelligent und sparsam nutzen und erzeugen können. Und wie besser es für Sie und Ihre Kinder ist, wenn wir weniger und erneuerbare Energie einsetzen.

Ihr persönlicher CO 2-Fußabdruck

Haben Sie 10 Minuten Zeit? Dann machen Sie mit und erstellen Sie Ihre persönliche CO 2 -Bilanz und finden Sie heraus, wo und mit welchen Mitteln Emissionen eingespart werden können. Im Internet gibt es auf verschiedenen Seiten den Rechner und viele Informationen zum klimafreundlichen Verhalten. Teilweise können Sie Ihr Ergebnis speichern, Ihre CO 2-Bilanz für unterschiedliche Jahre vergleichen und so das Erreichen Ihrer selbst gesteckten Ziele verfolgen.

Zum Beispiel

www.fussabdruck.de/oekologischer-fussabdruck/ueber-brot-fuer-die-welt-und-den-fussabdruck/

oder auf der Homepage des LUBW-Agenda-Büros unter: http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/231976/

für Kinder und Jugendliche gibt es eine altersgemäße Seite lubw.klimachecker.info

Jede/r Deutsche erzeugt im Durchschnitt etwa 10 Tonnen CO 2 pro Jahr. Davon entfallen 25 % auf den Bereich Energie (Heizung und Strom), 23 % auf Mobilität, 28 % auf den restlichen Konsum und 14 % auf Ernährung. Mit 10 % schlägt die öffentliche Infrastruktur zu Buche.

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat mit der Initiative „50-80-90“ Ihre Ziele festgesteckt: Bis zum Jahr 2015 will sie 50 % Energie sparen, 80 % aus erneuerbaren Energien gewinnen und 90 % weniger Treibhausgase produzieren. Dieses Ziel kann gelingen, wenn Behörden, Firmen und Private ihren Anteil beisteuern. Machen auch Sie mit!

Bürgerenergieteam Ebhausen

Licht Teil 1

Unsere neue Artikelreihe: Energiesparen

Die Energiepreise steigen. Energieverbrauch bleibt teuer und kann die Umwelt schädigen. Andererseits ist Energie die Grundlage von Leben!  Mit diesem Beitrag startet eine Reihe von Artikeln, die Sie, lieber Leser, beim Energiesparen unterstützen sollen. Energiespartipps gibt es zuhauf  und können leicht im Internet gefunden werden – auch auf der Internetseite der Gemeinde.  Aber sie lesen sich wie gute Vorsätze und wirken oft allzu asketisch („ drehen Sie die Heizung runter und ziehen Sie sich wärmer an“ ). Sie wissen ja, was  mit guten Vorsätzen passiert: sie werden verdrängt. 
Wir – das Bürgerenergieteam Ebhausen – wollen Ihr Bewusstsein für Ihren Energieverbrauch schärfen und eine Diskussion anregen. Ein Energiespartipp ist kein autoritäres Kommando, es soll Spaß machen zuzuhören und mitzudenken. Die Artikel erscheinen monatlich, zum gleichen Thema auch in wöchentlicher Folge. 
Es werde Licht.
Noch ist die dunkle Jahreszeit und wir sind auf Licht in den Wohnräumen angewiesen. Eine gute Gelegenheit, mit dem Thema Licht und Beleuchtung zu beginnen.
Glühlampen werden derzeit nach Wattzahl gestaffelt aus dem Verkehr gezogen. Glühlampen verwandeln nur 5% der Leistung in Licht, der Rest wird Wärme. Die Glühlampe ist also eher eine elektrische Heizung, die nebenbei leuchtet. Die Energieverschwendung der Glühlampe führte zu deren Verbot. 
Als Wärmestrahler strahlt  die Glühlampe ein Licht mit hohem Rot-Anteil ab. Das rote Licht und das Infrarot ist den Wärmestrahlern verwandt. Glühlampenlicht wirkt deshalb gemütlich. Glühlampenlicht ist ein Abendlicht. Es regt den Menschen nicht zur Arbeit an, sondern zum Ausspannen und bereitet auf die Nachtruhe vor.  Nach Rot folgen immer heller werdend die Farben des Regenbogens über Gelb und Grün bis Blau. Jenseits von Blau folgt noch Violett und dann – schon nicht mehr sichtbar - Ultraviolett.
Licht mit hohem Blau-Anteil  wirkt grell, kalt, frisch und ist im Tagessonnenlicht stark vertreten. Spezielle Rezeptoren im Auge – erst kürzlich entdeckt- erkennen den Blau-Anteil und melden dem Körper „es ist Tag, sei wach, arbeite“. Am Arbeitsplatz wird deshalb eine Beleuchtung mit Tageslicht bevorzugt. Es gibt dazu eine Messzahl, die sogenannte Farbtemperatur, des Lichts: Jenseits von 3500°K  Farbtemperatur wird das Licht dem Tageslicht (5000°K) ähnlich: typisches Arbeitslicht. Unter 2700°K wirkt eine Lampe gemütlicher und kommt der alten Glühlampe nah. Eine traditionelle 60W Glühlampe hat genau diese 2700°K. Eine Kerze hat 1500°K und wirkt sehr gemütlich und auch einschläfernd. Achten Sie beim nächsten Kauf Ihres nächsten Leuchtmittels auf diesen Wert. Die Farbtemperatur ist auf der Verpackung aufgedruckt. Welche Farbtemperatur Sie wählen,  hängt davon ab, wo und wofür Sie eine Lampe kaufen. Für Büro und Werkstatt wählen Sie über 3000°K, fürs Wohnzimmer einen Temperaturwert unter 2700°K. 
Im nächsten Teil sprechen wir über die Alternativen zur Glühlampe: Halogenlicht, Energiesparlampe und LED-Leuchten. 
Autor und Kontakt: w.brandenbusch(@)t-online.de 

Licht Teil 2 Die alternativen Lichtquellen

Als Nachfolger der abgeschafften Glühlampe bieten sich drei Lichtquellen an: die Halogenlampe (1), die Energiesparlampe (2) und die LED- Lampe (3).  
Bildquelle Osram: Halogenglühlampe, Energiesparlampe und LED-Leuchte


1. Halogenglühlampe
Halogenleuchten sind bekannt geworden als Strahler. Das Leuchtmittel ist meist eine kleine Glaskapsel mit zwei Metallstiften. Das Halogenlicht kann direkt gekauft werden oder verbaut in einen kleinen Reflektor. Seit dem Verbot der Glühlampe werden die Halogenkapseln in Glühlampen¬glaskolben eingesetzt. Diese sog. Halogenglühlampe sieht der alten Glühlampe zum Verwechseln ähnlich, liefert nach dem Einschalten sofort Licht, enthält keine Gifte und hat ein Lebensdauer von 2000h. Sie kostet doppelt so viel wie die herkömmliche Glühlampe, ist wegen der doppelten Standzeit also gleich teuer. Allerdings kann man mit Halogenlichttechnik nur 20% Energie einsparen. Eine deutliche Energieersparnis leistet dieser Leuchtmitteltyp freilich nicht, als Leuchtmittel der Energie¬effizienzklasse C ist sie aber vom Gesetzgeber erlaubt.

2. Energiesparlampe (Kompaktleuchtstoffröhren)
Die Energiesparlampe ist eine Miniform der Leuchtstoffröhren. Energiesparlampen sparen 80% der Energie ein, sie galten als der Lichtquellenersatz schlechthin. Eine dünne Leuchtstoffröhre wird wie eine Spule aufgewickelt und so in eine kompakte Form gebracht. Wie Neonröhren brauchen sie eine Zündelektronik, die in der Fassung versteckt wird.  Die Zündung dauert eine Weile und ihr volles Licht bringt die Energiesparlampe erst  wenn sie heiß wird, also eine Weile brennt. Empfindliche Menschen spüren auch, dass Leuchtstoffröhren flimmern.  Inzwischen ist bekannt geworden, dass die Energiesparlampe ihre Förderung dem massiven Einsatz von Lobbyarbeit in Brüssel verdankt. Die Leuchtmittelindustrie witterte ein massives Geschäft: den flächigen Ersatz aller Glühbirnen durch Energiesparlampen. Wegen ihrer Giftigkeit in Produktion und Entsorgung gibt es einen eindeutigen Rat: kaufen Sie keine Energiespar¬lampen mehr neu ein. 

3. LED-Leuchten
LED Leuchten sparen noch mehr Energie ein, enthalten kein Quecksilber und sind sofort hell. Ihre Lebensdauer liegt über allen anderen Leuchtmitteln. Sie haben nur einen Nachteil: Sie sind noch teuer, das aber bei fallender Tendenz. 
Das Maß für Helligkeit: Das Lumen (lm)
Damit Sie beim Einkauf die Orientierung nicht verlieren, ist während einer Übergangszeit auf Verpackung angegeben, wieviel Watt das Leuchtmittel braucht und wieviel Watt die vergleichbare Glühlampe hätte. Unsere Kinder werden sich an die „Glühbirnen-Norm“ nicht mehr erinnern. Auf Dauer wird man sich an das Lumen gewöhnen müssen: Eine 60W Glühbirne bringt 800 lm Licht wie etwa auch eine 12W Energiesparlampe oder eine moderne 10W LED- Leuchte. Pro Watt darf man heute 80 lm Licht erwarten.

Licht Teil 3, Energiespar-Ecke, Bürgerteam Ebhausen

Kaufentscheid und Wirtschaftlichkeit
Veröffentlichte Empfehlungen sind mit Vorsicht zu genießen, da
jeder Anbieter seine Interessen verfolgt. Ein LED-Leuchtenanbieter
schreibt etwa, dass sich seine LEDs nach 1 ½ Jahren lohnen. Das
stimmt. Aber nur, wenn jeden Tag die Leuchten 5 Stunden leuchten,
was vielleicht für eine Stehleuchte im Wohnzimmer oder die
Arbeitsleuchte in einem Büro (2h im Sommer und 8h im Winter)
zutrifft. Die LED ist nach spätestens 1500h wirtschaftlicher. Nehmen
wir jetzt aber ein Licht im Technikraum im Keller: Wenn dort
das Licht jede Woche nur 10 min eingeschaltet wird, dann wird
die Wirtschaftlichkeit auch in 100 Jahren nicht erreicht. Unser Rat:
1. Tauschen Sie zunächst nur alle Glühbirnen durch LED aus, die im
Schnitt täglich mehr als 2h leuchten: Leseleuchten, Arbeitsleuchten
in Büro und Küche. Der Rest kann warten.
2. Horten Sie alte Glühbirnen!. Sie sind die billigste Lösung an allen
Stellen in Keller und auf dem Boden, wo nur minutenweise Licht
eingeschaltet wird. Kaufen Sie Halogenglühlampen, wenn sie keine
alten mehr haben.
3. Lassen Sie Energiesparlampen weiter ihren Dienst tun, bis sie
kaputt gehen. Sie halten erfahrungsgemäß eh nicht so lange wie
angegeben. Entsorgen Sie die Energiesparlampe sorgfältig als Sondermüll.
Auch beim „Wegwerfen“ nie werfen!
Fazit
Beim Einkauf von neuen Leuchtmitteln wird man also künftig drei
Entscheidungen treffen: für die Helligkeit also z.B. 800 Lumen für
eine recht helle Lampe, für eine Farbtemperatur z.B. 2700°C für
ein Warmlicht oder 3500°C für eine Taglichtleuchte am Arbeitsplatz,
und schließlich entscheidet die Einschaltdauer über die Wahl
des Leuchtmitteltyps.
Sicherheit
Sollte die Sparlampe zerbrechen, halten Sie die Luft an, öffnen Sie
die Fenster und verlassen Sie den Raum für eine Stunde. Heben Sie
dann die Reste vorsichtig ab, nicht saugen.

European Energy Award (eea)

Bei Fragen und Anregungen bitte an die Gemeinde Ebhausen, Frau Schweikardt,
Fon: 07458/9981-40, schweikardt(@)ebhausen.de wenden.

Kontakt

Gemeinde Ebhausen | Marktplatz 1 | 72224 Ebhausen | Fon: 07458 9981-0 | Fax: 07458 9981-70 | E-Mail: info@ebhausen.de